Begleiten. Helfen. Verstehen.

Autismusspektrumsstörung (ASS)

Symptome

Wann sollte eine Abklärung erfolgen?
Eine diagnostische Abklärung ist sinnvoll, wenn:

  • Auffälligkeiten in der sozialen Interaktion bestehen (z. B. wenig Blickkontakt, Schwierigkeiten im Kontakt zu Gleichaltrigen).

  • Verzögerungen oder Besonderheiten in der sprachlichen und nonverbalen Kommunikation auftreten.

  • Ausgeprägte Spezialinteressen oder starre Verhaltensmuster bestehen.

  • Schwierigkeiten im Umgang mit Veränderungen oder neuen Situationen auftreten.

  • Die Auffälligkeiten länger bestehen und die Alltagsbewältigung sowie die soziale Entwicklung beeinträchtigen.

Diagnostik

Ausführliche Anamnese

Selbst- & Fremdbeurteilungsbögen für Eltern und Bezugspersonen

Entwicklungs- und Verlaufsberichte

Spezifische Testverfahren (z. B. ADOS, ADI-R)

Behandlung

Eine Autismusspektrumsstörung ist nicht heilbar, jedoch können durch gezielte therapeutische Maßnahmen wichtige Entwicklungsfortschritte erzielt werden. Die Behandlung erfolgt individuell und orientiert sich an den Bedürfnissen des Kindes und seiner Familie.

In unserer Praxis bieten wir ausschließlich die diagnostische Abklärung von Autismus an. Für eine weiterführende Behandlung und therapeutische Begleitung verweisen wir an spezialisierte Fachstellen.

  • Psychoedukation

  • Elternberatung und Elterntraining

  • Verhaltenstherapeutische Psychotherapie

  • Förderung sozialer Kompetenzen

  • Bei Bedarf Einbindung von Ergo-, Logo- oder Heilpädagogik

Ziele

Jedes Kind im Autismus­spektrum hat individuelle Stärken, Bedürfnisse und Herausforderungen. Daher werden die Therapieziele gemeinsam mit der Familie festgelegt.

Förderung

der sozialen und kommunikativen Fähigkeiten.

Unterstützung

einer altersgemäßen Alltagsbewältigung.

Wie läuft eine Diagnostik ab

Um eine fundierte diagnostische Einschätzung treffen zu können, folgen wir einem strukturierten Ablauf.

Schritt 1: Erstvorstellung

Je nachdem, ob bereits eine therapeutische Behandlung besteht, gestaltet sich der Einstieg unterschiedlich.

Neue Patienten (ohne aktuelle Mitbehandlung)

  • Einsatz standardisierter Screening-Fragebögen

  • Kennenlernen und ausführliche Anamnese

  • Abklärung der Entwicklungsgeschichte

  • Differenzialdiagnostik und Erfassung möglicher Begleiterkrankungen

  • Auswertungsgespräch

Bei auffälligen Befunden erfolgt die Überleitung in die vertiefende Diagnostik.

Neue Patienten (mit laufender Mitbehandlung)

  • Vorliegen der bisherigen Fragebogenergebnisse

  • Kennenlernen und Anamnese

  • Telefonische Rücksprache mit dem behandelnden Therapeuten / der Therapeutin nach Einwilligung

Schritt 2: Vertiefende Diagnostik

  • ADOS-Testung mit dem Kind / Jugendlichen

  • ADI-R (strukturiertes Interview mit den Eltern)

Abschlussgespräch

Gemeinsame Auswertung aller Befunde und Besprechung der weiteren Empfehlungen.

Unsere Aufnahmekriterien

Altersgrenze: Diagnostik für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren
Fachfokus: Keine Diagnostik bei vorliegender Intelligenzminderung